Als ersten Beitrag möchte ich mein Schildkrötengehege erst einmal vorstellen. Beginnen möchte ich dabei, wie alles begonnen hat. Dies ist nämlich eine spannende Geschichte.

Alles begann an einem sonnigen Freitag im Mai 2017. Ich ging wie jeden Tag am frühen Morgen zur Arbeit. An diesem Tag mussten wir in einem Kundengarten (ich war in der Lehre zum Landschaftsgärtner) die Bodendecker schneiden und eine Wiesenböschung mähen. Da diese recht steil war, entschieden wir uns für den Freischneider. Ich begann in der einen Ecke des Gartens und kam sehr gut voran, bis ich in die große Fläche kam. Plötzlich sah ich etwas im Gras liegen, kurz vor dem Fadenkopf meines Freischneiders. Ich konnte gerade rechtzeitig stoppen. Ich bückte mich herunter und sah eine kleine Schildkröte im Gras sitzen. Zuerst dachte ich, dass sei eine Tonfigur. Doch als ich sie auf die Hand nahm und sie sich bewegte, wusste ich das ich gerade eine lebendige Schildkröte in der Hand hielt. Ich glaube seit diesem Kontakt hat sie mich mit dem Schildkrötenfieber infiziert.

Ich brachte sie gleich in Sicherheit. Sie kam in einen Eimer, damit sie nicht weglaufen konnte.

Direkt nach dem Fund im Eimer, damit sie nicht weg läuft

Nachdem ich meinen Vorarbeiter gefragt hatte, ob die Kunden selbst Schildkröten haben und er es verneinte, entschied ich, dass ich die Schildkröte zu mir nach Hause in Sicherheit bringen wollte. Es gab keine Möglichkeit für eine andere Unterkunft in dieser kurzen Zeit, da es Freitag war.

Zuhause kam die kleine Schildkröte in eine provisorische Behausung. Diese war zuerst alles andere als artgerecht.

Doch das ganze Wochenende hindurch las ich alles was ich im Internet über Griechische Landschildkröten fand durch und setzte das gelesene teilweise in die Tat um.
Direkt am Montag kontaktierte ich eine private Auffangstation, welche sich in meiner Nähe befand und fuhr mit meinen Eltern und der Schildkröte vorbei. Die Dame der Auffangstation merkte sofort, dass vor allem meine Mutter und ich die Schildkröte bereits in unser Herz geschlossen hatten. Sie beriet uns und gab uns Tipps, wie wir bei uns zu Hause ein einigermaßen artgerechtes Freigehege einrichten könnten. Mit diesen Tipps fuhren wir wieder nach Hause und setzten sie sogleich in die Tat um. Das Freigehege war immer noch nicht das allerbeste, denn wir mussten sie zeitweise, wenn wir nicht zu hause waren, aus dem Gehege auf den Balkon nehmen. Da wir aber wussten, dass wir im nächsten Frühling in ein Haus mit Garten ziehen würden, wussten wir, dass sie dann ein Freigehege bekommen würde.

Dies war ihre provisorische Behausung übers Wochenende. Überhaupt nicht artgerecht.

Der Winter kam aber immer näher und wir hatten keine bei uns keine Möglichkeit, um die Schildkröte zu überwintern. Glücklicherweise konnten wir die Schildkröte für die Winterstarre in die Obhut der Auffangstation bringen.
Wie der letzte Schnee geschmolzen war, begannen wir am neuen Ort mit dem Bau des Freigeheges. Dazu in einem weiteren Beitrag etwas mehr.

Hier ist das Freigehege schon fast fertig.

Etwa im April meldeten wir uns bei der Auffangstation und fragten ob die Schildkröten bereits wieder aus der Winterstarre seien. Sie waren bereits munter unterwegs und wir fuhren wieder hinaus zu der Auffangstation. Damit die Schildkröte nicht alleine ist und mein Gehege genügend Platz bot, nahmen wir zwei weitere Schildkröten aus der Auffangstation bei uns auf. Eine dieser zweien ist auch ein Findeltier, welches von einem Wildtier angegriffen wurde. Die andere ist eine Nachzucht der Auffangstation.

Seit diesem Zeitpunkt setzte ich mich immer intensiver mit den Schildkröten und ihrer Lebensweise auseinander. Ich möchte meine drei Schildkröten so naturnah wie nur möglich halten.

Da es für mich hilfreich ist, wenn ich dazu Texte verfasse, habe ich diesen Blog gestartet. Beim schreiben setzte ich mich noch einmal intensiv mit dem Thema auseinander.

So nun genug geschrieben hier nochmals meine drei Schützlinge in ihrem Gehege.

Schischi Sie habe ich gefunden
Schiggi

Nachzucht der Auffangstation

Baron das Findeltier

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